Der sonderbare Dagobert – Elektroschlager aus der Schweiz

Mein erster Gedanke beim Hören war in etwa: „Schnulziger geht´s echt nicht.“ Und dazu noch dieser unsägliche Akzent. Aber dann musste ich mir den Song „Ich bin zu jung“ doch bis zum Schluß anhören. Und alle anderen Stücke auch.

Da ist ist also dieser seltsam fragile Charakter. Schlank und groß,  gekleidet in der Ausgehgarderobe einer anderen Zeit. Die Melodien sind radiotauglich, getragen von elektronischen Arrangements. Und, oder besser: aber, in seinen Worten ist eine Zerbrechlichkeit, die bemerkenswert Intimität herstellt.

Dagobert – der mit Vornamen tatsächlich so heißt – sagt von sich er sei Schlagersänger und mache nur Liebeslieder für Frauen. Glaub ich sofort. Fünf Jahre habe er wie ein Eremit in einer  schweizer Alpenhütte gelebt, um in Abgeschiedenheit an seinen Songs zu arbeiten. Eine seiner Lieblingsbands sind die Skorpions, „obwohl ich weiss, dass die total Scheiße sind.“ Als ich mir Interviews auf Youtube anschaue, wundere ich mich über den skurrilen Charakter und finde diesen Typen mindestens unterhaltsam. Und grundysmpathisch.

Rausgekommen ist sein Album („Dagobert“) beim Hamburger Traditionslabel Buback Tonträger. Es ist immer wieder interessant zu sehen, was dieses Unternehmen, dass ursprünglich fast nur Punkrock vertrieb, inzwischen so für Musik anbietet. Neben HipHop von den Absoluten Beginnern ist jetzt also auch ein schweizer Schlagersänger mit an Bord. Also, von mir aus. Warum nicht.

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