Serie: Vikings – Noch mehr Blut

Fans von „Game of Thrones“ könnte auch die Fernsehserie „Vikings“ mehr als gut gefallen. Und gerade wer schon jetzt mit der dritten Staffel des Fantasyepos durch ist, für den ist dies die Chance, noch ein wenig in einer Welt zu verweilen, in der  Schwert und Götter regieren. Denn wie fühlen wir uns nach jeder großartigen Serie, die wir bis zum Ende schauen? Genau. Wir sind beglückt durch die vielen spannenden Wendungen – aber auch traurig, dass dieses Abenteuer vorerst zu Ende ist.

Gut, in Vikings stehen  politische Verflechtungen nicht ganz  so sehr im Mittelpunkt wie bei GoT. Die Handlung spielt nicht auf einer der Phantastie entsprungenen Weltkugel,  sondern irgendwo in Skandinavien. Auch gibt es hier nicht soviel Hokuspokus – vielmehr geht es oft um religiöse Riten und den menschlichen Glauben. Wobei manacher sicher sagen würde, dass das doch das selbe ist. Der große gemeinsame Nenner ist natürlich das Gemetzel, eindrucksvolle Kulissen und wundervolle Kostüme. Das Eintauchen in eine Welt der Krieger und Mythen.

Vielleicht noch die Rahmenhandlung in kürze: Der Vikinger Ragnar Lodbrok entwickelt einen Sonnenkompass und segelt mit dessen Hilfe zum Plündern in den noch unbekannten  Westen – entgegen den Anweisungen seines Gebieters. And here we go. Mord und Totschlag, Intrigen aber wie schon erwähnt: auch eine kleine Studie des menschlichen Glaubens. Denn  abgesehen von den Schätzen, die die Wikinger aus einem englischen Kloster rauben, bringen sie auch einen christlichen Mönch als Sklaven mit nach Hause. Immer wieder geht es um Gegensätze und Gemeinsamkeiten des germanischen Götterkults und des Christentums.

Ich gebe zu: erst dachte ich, diese Serie scheint etwas simpel gestrickt zu sein. Simpel, wie auch ihre Charaktere es waren. Wie ich glaubte, dass sie es waren. Aber mit jeder Folge gewinnen Geschichte und Darsteller an Tiefe.  Das ist ein großartiges Format, das History Television da aus dem Ärmel gezaubert hat. Ich meine, wo sonst kriegt man so Sätze zu hören wie: „.. und als man sie enthauptete, da steckten sie ihnen ihre Gesichter in die Hintern.“

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