Sonntage

WordPress öffnen, auf das Bleistiftsymbol klicken und von Anfang an keinen Schimmer haben, was man eigentlich schreiben will. Kein Schimmer, schimmer, schimmer.. Schimmer. Gestern Abend wieder durch die Stadt gelaufen, nur um sich von einem Ort zum Nächsten treiben zu lassen. Am Morgen wieder mit dem ersten Bus nach Hause. Sich zwischendurch fragen, was das alles soll. Aufregung gleich null, weil alles mit dem Gesicht im Kopfkissen endet.

Sehr nette Barfrau in der Hafenstraße kennen gelernt. Gespräch über das Offensichtliche, über Betrunkene und Kneipen. Darüber, wie schön es sein kann sich einfach in eine Bar zu setzen, einem guten DJ zuzuhören und dabei sein Bier zu trinken. Einigkeit darüber, das man sich nicht immer mit anderen unterhalten muss. Sich mit der Flasche in der Hand auf einem sehr nüchternen Level sehr verstanden gefüllt. Äh. Gefühlt mein ich. Aufrichtiger und herzlicher Smalltalk schlägt affektiertes Intellektuellengeschwaller die zweitausendachtundvierzigste.

Nach dem Aufwachen die Notizen auf dem kaputten Smartphonedisplay durchgehen und versuchen die kryptischen Textnachrichten an sich selbst zu entschlüsseln. „Alles was ich will, ist alles was du weißt.“ Was soll das? Hat vielleicht mit einem Song zu tun, der letzte Nacht gespielt wurde. Einen Liter Wasser trinken, duschen gehen.

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