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Archiv für den Monat Oktober 2015

Mir ist schon mehrfach aufgefallen, dass beim Teilen von WordPress-Beiträgen mit Video auf Facebook der Beitrag dort  so erscheint, dass es eben „nur“ nach einem Video ausschaut. Der Titel des Posts wird in das Video eingebettet – was hübsch aussieht – aber wenn man auf den Play-Button klickt, wird man auch nicht zum Blog weitergeleitet. Suboptimal.

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Oasis. Ich war zu jung, um den Aufstieg der Band in den 90ern so richtig mitzuverfolgen, keine zehn Jahre alt. Aber dank dem Musikfernsehen hatte ich sie trotzdem schon auf dem Schirm. Die waren irgendwie wahnsinnig seltsam für mich. Während die meisten anderen Popstars, die ich damals kannte, Songs aus der Retorte spielten,  hatten die echte Instrumente. Echte Instrumente! WAHNSINN! Ich wusste da noch nicht, wie der Name dieser Musik war, die mich noch total glückselig machen sollte.

Die beiden schlecht gelaunten Typen, von denen ich bald erfuhr, dass sie Brüder waren, trugen komische Pilzfrisuren. Sowas hatte ich schon mal auf den Platten meiner Mutter gesehn. So verstaubtes altes Zeug. Ohne Oasis hätte ich als Kind nie gecheckt, dass ich die Beatles liebe. Das es nicht darauf ankommt, wie alt ein Song ist, solange er nur etwas mit dir macht.

Und all die Bands, die von da an folgten. Aber ich komme vom Hundertstel ins Tausendstel. Diese Musik ist mehr als ein direkter Link zu höheren Sphären. Für manche Leute einfach nur Britpop – überflüssiges Retrorockgewichse für Leute die Musik mit ihren Augen hören. Für manche aber auch  Britpop – Das beste was Rockmusik passieren konnte und der Grund warum England wieder auf der Karte ist. Nach dem ganzen deprimierenden Grungekram. Nicht falsch verstehen, auch geil. Ich sag gar nichts von alledem. Für mich ist es einfach eine elegante, leichtfüßige Form von Rock´n´Roll. Soll das mal jeder für sich selbst ausmachen. Schreibt doch eure eigenen Artikel!

Wenn das Leben ein Test wäre.

Du wärst durchgefallen.

Du guckst aus dem Fenster und machst nichts.
Du guckst an die Decke und machst nichts.

Du versuchst zu erkennen was die anderen tun.

Und erkennst nichts.

Dann machst du das,

was am ehesten dem ähnelt,

was du nicht erkennst.

„Kann ich schon abgeben?“

Draußen scheint die Sonne

und in deinem Kopf

ist Musik.

Wenn du genug schlauen Menschen zugehört hast, kann es sein, dass du bald keinen schlauen Menschen mehr zuhören kannst. Wahrscheinlich sagt das über dich, dass du ein Idiot bist. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht warst du auch einfach zu oft zur falschen Zeit am falschen Ort. Wenn du einmal verstanden hast, wie jemand klingt, der sich an der eigenen Scharfsinnigkeit berauscht, hörst du ihn bald überall.  Und du denkst, solange du deinen Mund geschlossen hälst, wirst du nie so enden. Und du wirst nicht dabei helfen, noch mehr Unsinn in die Welt zu reiern, als eh schon da ist. Also was bist du denn, wenn nicht ein Idiot, der weder hört noch spricht und nicht mal die Beine in die Hand nimmt, wenn er schon wieder zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Betrunken, das bist du. Und du stehst vor einem Fremden, den du mit Dingen zuquasselst, von denen ihr beide keine Ahnung habt. Ist doch auch kein Wunder, denn du hörst ja nie zu, wenn jemand schlaues spricht. Denselben Bullshit erzählst du kurz darauf einem irritierten Mädchen am Zigarettenautomaten. “Ich höre nie zu, wenn jemand schlaues spricht,” sagst du und wirfst die Hände in die Luft. Später weisst du nur noch, dass sie hübsch war aber ihr Gesicht hast du schneller vergessen als den azurblauen Pinkelstein im Herrenklo.

Die Schatten der Wolken schlucken die Schatten aller Dinge. Grau ist der Himmel, schwarz der Asphalt und rot  der Backstein am Ende der Stadt. Aus den  Fenstern der Reihenhäuser klafft verspiegelte Dunkelheit. Wenn man den Fleiß eines Menschen daran erkennen könnte, ob ein Licht in seiner Wohnungen brennt oder nicht, würde man staunen und sagen, „Hier leben aber tüchtige Leute! Alle bei der Arbeit!“ Aber wer weiss schon, wieviele Faulpelze es nicht wagen, den Schalter umzulegen. Und überhaupt. Fleiß, was soll das eigentlich sein. Weißt du, wie man nichts tut? Soviel Nichts, dass es einem kreisrund aus dem Schädel wächst. Laß dir mal so einen Heiligenschein stehen, und du wirst merken, es braucht einiges an Beharrlichkeit. Vielleicht sogar so etwas wie Fleiß. Und wenn dein Geist dann so weit weg ist wie der fernste Stern am Himmel, wenn es egal geworden ist wieviel Licht auf deine Augen fällt, dann genießt du das Gefühl von absolut gar nichts. Ein Gefühl, das sich über die Jahre legt wie ein dünner Film aus Seifenlauge. Das trocknet und sich langsam zusammenzieht. Und das alles was es bedeckt irgendwann auseinanderreißen wird. Das Gefühl, das lauter wird, je näher man „nichts“ kommt. Das Gefühl hinter der Zeit.

Wenn K redet, höre ich generell zu. Wenn ich Dinge sage, dann in der Hoffnung, dass er sie lustig findet und sich angeregt fühlt weiterzusprechen. Er erzählt was es neues bei ihm gibt. Orte an denen er gewesen ist, Jobs die er hatte und Leute, die er traf. K ist so voller Lebensfreude, so intelligent und so hungrig, dass es Einem weh tut. Seine Art ist ansteckend schön. Wenn K mich nach meiner Meinung fragt, weiche ich aus oder antworte sehr wage. Ich hoffe, er hakt nicht weiter nach. Ich will nicht, dass er merkt, wie sehr ich die Welt gerade zum Kotzen finde. Wie mich nichts bewegt und wie ich nichts bewege. Ich will nicht, dass er sich erleichtert fühlt, sobald er zur Tür raus ist. In der Folgezeit ist es immer dasselbe. Inspiration und purer Neid. Lichtblicke und freier Fall.