Joy of Nothing

Die Schatten der Wolken schlucken die Schatten aller Dinge. Grau ist der Himmel, schwarz der Asphalt und rot  der Backstein am Ende der Stadt. Aus den  Fenstern der Reihenhäuser klafft verspiegelte Dunkelheit. Wenn man den Fleiß eines Menschen daran erkennen könnte, ob ein Licht in seiner Wohnungen brennt oder nicht, würde man staunen und sagen, „Hier leben aber tüchtige Leute! Alle bei der Arbeit!“ Aber wer weiss schon, wieviele Faulpelze es nicht wagen, den Schalter umzulegen. Und überhaupt. Fleiß, was soll das eigentlich sein. Weißt du, wie man nichts tut? Soviel Nichts, dass es einem kreisrund aus dem Schädel wächst. Laß dir mal so einen Heiligenschein stehen, und du wirst merken, es braucht einiges an Beharrlichkeit. Vielleicht sogar so etwas wie Fleiß. Und wenn dein Geist dann so weit weg ist wie der fernste Stern am Himmel, wenn es egal geworden ist wieviel Licht auf deine Augen fällt, dann genießt du das Gefühl von absolut gar nichts. Ein Gefühl, das sich über die Jahre legt wie ein dünner Film aus Seifenlauge. Das trocknet und sich langsam zusammenzieht. Und das alles was es bedeckt irgendwann auseinanderreißen wird. Das Gefühl, das lauter wird, je näher man „nichts“ kommt. Das Gefühl hinter der Zeit.

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