Archiv

Alle Beiträge

Eine Kaugummiblase platzt und heraus strömt heißer Atem als feiner Dampf. Die kalte Nachtluft ist getränkt von den Abgasen der Straße und Zigarettenrauch sammelt sich unter dem gläsernen Dach der Haltestelle. Neonröhren tauchen den Busbanhof in ein unversöhnliches Gelbgrün. Das Licht läßt jeden Wartenden erscheinen, wie einen einsamen Planeten. Wir sind lebende Organismen in der Kälte eines grobkörnigen Universums, befremdlich und abgelegen, nah beieinander und unendlich fern. Ein sterbender Stern trägt Hausschuhe bei minus drei Grad und Kotzeflecken auf der zerfetzten Übergangsjacke. Die Zutaten eines Döners hängen in seinem filzigen Bart und unter seinem Arm klemmt eine Flasche Coca Cola, in der nicht nur  Coca Cola ist. Eine Kollision von Himmelskörpern geschieht am Fahrplanaushang. Zwei Männer brüllen sich auf russisch an und tänzeln in Boxerposen besoffen aufeinander zu. Der schönste Meteor am Himmel ist ein großes Mädchen, dass im Abseits steht und rosa Blasen platzen läßt.

Advertisements

Sie beschwert sich über die Oberflächlichkeiten  der Welt und hat Tinder installiert.

Ihre zu kurz geratenen Argumentationsketten stammen aus den überlangen Artikeln für das Bildungsbürgertum.

Das Risiko geschmacklos zu  erscheinen besteht nicht, schließlich ist sie immer gut informiert. Geschmacklos ist sie nur, wenn das ironische Moment dabei für jeden erkennbar ist und sie trotzdem noch gut aussieht.

Sie liebt die deutsche Sprache und was man damit machen kann –  Grammatik bitte nicht verschandeln!

Für die unreflektierte Zuhörerschaft gibt es Moral aus der Tube.

Am Ende wird das Blech gerollt, alles andere wäre nicht nachhaltig.
Sie sagt, wer das Wort Fotze benutzt, ist ein sexistisches Monster.

Wer Tarnfarben trägt, schmückt sich mit den Federn des Krieges.

Und wer ihr länger als fünf Minuten zuhören kann, ist wahrscheinlich tot.

 

 

 

 

Wenn es dir nicht gut geht, solltest du keine Blogeinträge veröffentlichen. Damit meinst du nicht, man sollte das generell nicht tun – nur du solltest es eben nicht. Da kommt nur selbstmitleidiges Geschwaller bei rum. Eben genau die Art von Schreiben,  vor der du dich immer hüten wolltest. Gar nicht zu schreiben kann der Rat schon gar nicht lauten, denn das wäre ja absurd. Und trotzdem war der Affe tot. Jetzt geht es besser und du kannst mal wieder ein bisschen über die Tastatur rattern. Rattatatat.

Der typische Amsterdammer Kiffertourist ist kein Hippie.

Der typische Amsterdammer Kiffertourist frißt sich mit Nestléprodulten voll und knallt sich ausschließlich mit den härtesten Grassorten zu, bis er so high ist, das er vergisst nach dem Kacken zu spülen.

Dankeschön.

Der typische Amsterdammer Kiffertourist ist ein Tourist.